Geduldsprobe in Rapperswil führt zum Auswärtssieg
- 19. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
In einer defensiv geprägten und harten Partie am Samstag 18. April 2026 konnten sich die Bienna Jets mit 12:07 gegen die Glarus Orks durchsetzen. Der Sieg in Rapperswil war das erwartete Stück Arbeit gegen einen physisch starken Gegner, der den Bielern bis zur letzten Sekunde alles abverlangte.

Erste Halbzeit: Defensiv-Schlacht und verpasste Chancen
Von Beginn an zeigten die Glarus Orks, dass sie kein einfacher Gegner sein würden. Bereits im ersten Viertel marschierten sie bis an die 25-Yard-Linie der Jets, bevor #87 Omar Khayal mit einem wichtigen Sack den Vorwärtsdrang bremste. Zwar arbeiteten sich die Gastgeber bis an die 4-Yard-Linie vor, doch die Jets-Defense hielt stand – ein Field-Goal-Versuch der Orks blieb erfolglos.
Auch die Bieler Offensive fand Rhythmus: Ein 15-Yard-Pass von QB #11 Alain Vuille auf Khayal und ein kraftvoller 18-Yard-Lauf von #24 Ryan Borgeau dit Avocat brachten die Jets bis an die 1-Yard-Linie. Doch wie zuvor die Orks scheiterten auch die Bieler kurz vor der Endzone am Befreiungsschlag.
Das zweite Viertel blieb ein taktisches Geplänkel. Ein vermeintlicher Fumble der Orks wurde von den Schiedsrichtern als Vorwärtspass gewertet, was Glarus im Anschluss erneut in die Redzone brachte. Ein Fake-Punt-Run der Orks beim vierten Versuch wurde jedoch von der aufmerksamen Jets-Abwehr an der 5-Yard-Linie gestoppt. Mit einem letzten spektakulären 35-Yard-Lauf von Borgeau dit Avocat ging es beim Stand von 0:0 in die Kabinen.
Zweite Halbzeit: Der Knoten platzt
Die Jets starteten dank der "2nd Half Option" mit Ballbesitz in die zweite Hälfte. Sofort setzten sie ein Ausrufezeichen: Ein tiefer 43-Yard-Pass von Vuille auf Borgeau dit Avocat brachte Biel an die 3-Yard-Linie, doch die Orks-Defense erwies sich erneut als hartnäckig und verhinderte vorerst Punkte.

Der Durchbruch gelang schliesslich im nächsten Drive. Rückkehrer #09 Elias Siebold trug einen Pass über 65 Yards tief in die gegnerische Hälfte. Nachdem Alain Vuille per QB-Keeper das First Down gesichert hatte, war es erneut Siebold, der einen 11-Yard-Pass zum 0:6 in der Endzone fing (2-Point Conversion nicht erfolgreich).
Dramatisches Schlussviertel
Im letzten Viertel avancierte #36 Max Gmünder zum Matchwinner in der Defensive. Gleich zweimal stoppte er die Ausgleichsbemühungen der Orks mit einer Interception. Nach seinem zweiten Pick arbeiteten sich die Jets methodisch über das Feld. Raumgewinne durch Borgeau dit Avocat und #10 Oleksii Zorin sowie eine Strafe gegen die Orks brachten Biel kurz vor die Endzone.

Zwei Minuten vor Ende der Partie tankte sich #24 Ryan Borgeau dit Avocat schliesslich durch die Reihen zum 0:12 (2-Point Conversion erneut nicht erfolgreich). Wer dachte, das Spiel sei gelaufen, irrte sich: Die Orks antworteten postwendend mit einem 50-Yard-Touchdown-Pass zum 7:12.
Der anschliessende Onside-Kick wurde jedoch sicher von den Jets gesichert. Mit einem letzten First Down konnten die Bieler die Uhr kontrolliert herunterlaufen lassen und den knappen, aber verdienten Sieg bejubeln.
Ausblick: Bye-Week und Revanche-Hit in Aarau
Nach diesem harten Kampf kommt die anstehende Bye-Week am nächsten Wochenende gerade recht, um die Blessuren auszukurieren. Danach wartet jedoch bereits der nächste Brocken: Die Jets reisen zu den Argovia Pirates.

Das letzte Aufeinandertreffen am vergangenen Wochenende war ein wahrer Krimi, den die Jets hauchdünn mit 29:28 für sich entscheiden konnten. Die Pirates werden auf Revanche brennen – die Jets müssen erneut mit Geduld und Konzentration agieren, um die Punkte aus Aarau zu entführen.



