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Versöhnlicher Saisonabschluss: U19 der Jets/Invaders bezwingt die Lausanne Owls mit 26:12

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Am Sonntag kam es im Bieler Mettmoos zum mit Spannung erwarteten Showdown unserer U19 gegen die Lausanne Owls. In einer defensiv geprägten, emotionalen und bis zur letzten Sekunde umkämpften Partie behielt die Spielgemeinschaft Jets/Invaders mit 26:12 die Oberhand.



Trotz des verdienten Heimsiegs reichte es am Ende knapp nicht für den Finaleinzug: Die Hypothek der 06:30-Niederlage aus dem Hinspiel wog zu schwer – am Schluss fehlten 11 Punkte zur Final-Qualifikation.


1. Halbzeit: Sensationelle Big Plays und eine Defensiv-Schlacht

Die Partie begann verhalten mit Punts auf beiden Seiten, doch unsere Offense fand als Erste den Rhythmus. Quarterback Arsène Richter bediente David Borne mit einem sensationellen 68-Yard-Touchdown-Pass zur frühen 06:00-Führung (Conversion nicht gut). Die Owls versuchten sofort zu antworten und überbrückten mit zwei starken Läufen 40 Yards, doch die Jets/Invaders-Defense zeigte direkt, dass sie heute bereit für den Kampf war: Mael Modespacher fing die erste Interception des Tages ab.


Nach einer Phase mit Strafen auf beiden Seiten wurde es turbulent. Ein vermeintlicher 70-Yard-Touchdown-Pass der Owls wurde wegen einer Strafe annulliert, brachte die Gäste nach einem Dead-Ball-Foul der Jets aber dennoch an die gegnerische 8-Yard-Linie. Was dann folgte, war das Highlight der ersten Halbzeit: Noé Messerli fing einen Pass der Owls vor der eigenen Endzone ab und sprintete über das gesamte Feld – ein geschichtsträchtiger 98-Yard-Pick-Six zur 12:00-Führung!


Lausanne startete daraufhin einen langen Drive bis an die 8-Yard-Linie der Jets und verkürzte per Touchdown-Pass auf 12:06. Unsere Jungs gerieten danach unter Druck, entkamen auf der eigenen 1-Yard-Linie nur knapp einem Safety.


Nach einer Interception der Lausanner tief in unserer Platzhälfte und einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung bei einem vermeintlichen Fumble-Recovery der Jets, zündete die Defense kurz vor der Pause ein wahres Feuerwerk. Nach dem Two-Minute-Warning drückten die Owls, doch die Jets-Verteidigung überrannte die gegnerische O-Line: Zwei heftige Sacks hintereinander brachten Lausanne ein extremes 3rd and 45 ein und beendeten die erste Halbzeit beim Stand von 12:06.



2. Halbzeit: Nervenkrimi und der "Beast Mode" von Arsène Richter

Die zweite Hälfte begann mit einem spektakulären 40-Yard-Pass von Arsène Richter auf David Borne, der Drive endete jedoch in einer weiteren Interception. Es entwickelte sich ein wilder Schlagabtausch mit Ballverlusten auf beiden Seiten. Nach einem folgenschweren Sack gegen die Jets und einer weiteren Interception startete Lausanne an der 14-Yard-Linie der Jets. Mit dem Rücken zur Wand zeigte unsere Defense ihre beste Phase: Vier Versuche der Owls wurden rigoros gestoppt (4th and out). Die Offense übernahm an der eigenen 13-Yard-Linie, wurde jedoch bis an die 1-Yard-Linie zurückgesackt. Bei 3rd Down und gefangen in der eigenen Endzone packte Arsène Richter jedoch den nächsten Hammer aus: Ein monumentaler 55-Yard-Pass auf Hugo Rodrigues befreite das Team aus der Umklammerung und marschierte bis an die gegnerische 11-Yard-Linie vor. Dies war auch gleich das Ende des 3. Quarters.


Nach einem fallengelassenen Pass in der Endzone bei 3rd Down, rettete Arsène Richter den Drive bei 4th Down mit einem entschlossenen Quarterback-Scramble an die 2-Yard-Linie. Per QB-Sneak drückte er den Ball höchstpersönlich über die Linie – 18:06!


Wer dachte, das Spiel sei gelaufen, irrte sich. Lausanne nutzte eine späte Interception eiskalt aus und verkürzte zwei Minuten vor dem Ende auf 18:12. Jetzt ging es um alles. Die Defense erhöhte den Druck auf den Lausanner Quarterback massiv, erzwang guten Pressure und zwang die Gäste schliesslich zum Punt (Touchback).


Den Schlusspunkt setzte der Mann des Tages: Quarterback Arsène Richter tankte sich bei einem langen QB-Keeper-Lauf im absoluten "Beast Mode" sensationell durch die gegnerische Reihe, durchbrach drei Tackles, verteilte „Hits“ gegen die Lausanner Verteidiger und lief zum erlösenden Touchdown rein. Die anschliessende Conversion verwandelte er gleich selbst zum 26:12-Endstand.



Fazit: Stolz trotz verpasstem Finaleinzug

Es war das erwartet harte Spiel. Unsere U19 hat alles auf dem Platz gelassen und den Lausanne Owls eindrücklich Paroli geboten. Für das Erreichen des Finals hätten die Jungs einen Sieg mit 25 Punkten Vorsprung benötigt – am Ende fehlten trotz einer leidenschaftlichen Leistung und dem grossartigen Einsatz des gesamten Teams elf Punkte.


Dennoch darf die Spielgemeinschaft Jets/Invaders erhobenen Hauptes aus dieser Saison gehen. Dieser Sieg vor heimischem Publikum im Mettmoos zeigt, wie viel Herz, Talent und Kampfwille in diesem Team stecken.


Ein grosses Dankeschön an alle Fans, Eltern und Supporter für die tolle Unterstützung während der gesamten Saison!


Let’s Go Jets /Invaders!
 
 
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