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Trotz grossem Kampf: Playoff-Träume in weite Ferne gerückt

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Bei perfektem Football-Wetter empfingen die Bienna Jets am vergangenen Sonntag die Lausanne Owls zum vorentscheidenden Playoff-Showdown im Bieler Mettmoos. Um den letztjährigen Finalisten im Kampf um die Halbfinalplätze im direkten Vergleich zu überholen, brauchten die Seeländer nach der 07:28-Niederlage aus dem Hinspiel einen Sieg mit mehr als 21 Punkten Differenz.


Trotz einer heroischen Aufholjagd im letzten Viertel mussten sich die Jets am Ende jedoch mit 12:21 geschlagen geben.



Die Voraussetzungen vor dem Kickoff waren alles andere als leicht. Neben den ohnehin vielen Verletzten fehlte den Jets mit Runningback Ryan Borgeaud dit Avocat auch noch DIE offensive Yard- und Punkte-Maschine des Teams. Hoffnung kehrte jedoch auf der Quarterback-Position ein: Nach absolviertem Militärdienst feierte QB Matt Faugère sein Comeback und stand das erste Spiel seit zwei Jahren wieder für die Jets auf dem Feld.


Erste Halbzeit: Defensivschlacht und verpasste Chancen

Das Spiel begann als die erwartete Abnutzungsschlacht. Beide Defensivreihen dominierten das erste Viertel komplett. Nach einem Fumble der Jets-Offense tief in der eigenen Hälfte tauchten die Owls erstmals gefährlich an der Bieler 20-Yard-Linie auf, doch die Jets-Verteidigung hielt stand und erzwang ein Field Goal, das die Lausanner prompt vergaben.


In der Folge zeigte Rückkehrer Matt Faugère, was in ihm steckt. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen im Passspiel bediente er Tight End Omar Khayal und Wide Receiver Elias Siebold mit präzisen Pässen für grossen Raumgewinn (+30 Yards). Die Jets marschierten bis an die 9-Yard-Linie der Owls, belohnten sich jedoch im vierten Versuch aufgrund der starken Lausanner Defense nicht.



Das zweite Viertel bot ein ähnliches Bild: Middle Linebacker Kevin Stadler eroberte den Ball spektakulär für die Jets in der Redzone zurück, doch erneut blieb der Jubel aus – die Punktejagd blieb erfolglos. Auf der Gegenseite drehte die Bieler Defense nun richtig auf: Florian Zwicky zerstörte die Lausanner Angriffsbemühungen fast im Alleingang mit zwei fulminanten Quarterback-Sacks.


Unter massivem Druck gelang dem Lausanner Spielmacher kurz vor der Pause ein glücklicher Befreiungsschlag über 45 Yards. Kurz darauf verbuchten die Owls den ersten Touchdown der Partie (PAT gut, 00:07). Ein Bieler Konterversuch endete kurz vor der Halbzeit mit einer Interception an der Lausanner 30-Yard-Linie.


Bitterer Rückschlag und das "Déjà-vu" im Schlussviertel

Das dritte Viertel begann denkbar unglücklich für die Platzherren. Ein abgefälschter Pass der Jets landete direkt in den Armen eines Lausanner Verteidigers, der das Spielgerät zum Defensive Touchdown in die Bieler Endzone retournierte (PAT gut, 00:14).


Die Jets steckten nicht auf: Elias Siebold kämpfte sich mit purem Willen und zwei gefangenen Pässen zu neuen First Downs, doch ein bitteres „Delay of Game“-Penalty im vierten Versuch stoppte den Bieler Drive an der gegnerischen 30-Yard-Linie.


Als die Owls zu Beginn des Schlussviertels auf 00:21 erhöhten, schien die Partie gelaufen. Doch dann bewiesen die Jets moralische Grösse und packten die Brechstange aus.

Mit einer gehörigen Portion „Courage“ spielten die Jets im letzten Quarter quasi immer wieder den exakt selben Spielzug mit minimalen Varianten. Matt Faugère bediente seine Lieblingsanspielen Elias Siebold und Omar Khayal fast nach Belieben durch die Luft. Die Lausanner Defense fand darauf minutenlang keine Antwort.

Zuerst bediente Faugère Elias Siebold zum längst fälligen ersten Touchdown (2-Point-Conversion misslungen, 06:21).

Nachdem die Bieler Verteidigung die Owls schnell vom Feld schickte, das gleiche Spiel: Wieder marschierten die Jets mit dem bewährten Passspiel über das Feld, ehe Siebold einen fulminanten 30-Yard-Pass in der Endzone zum 12:21-Anschluss fing (2-Point-Conversion misslungen).



Dramatisches Finale

Die Jets warfen in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Der Ball wurde bis an die gegnerische 38-Yard-Linie getrieben. Beim allerletzten Pass des Spiels riskierten die Bieler verständlicherweise alles – die Lausanner Defense fing das Leder jedoch per Interception ab und besiegelte damit den 12:21-Endstand aus Sicht der Jets.


Fazit:

Die Bienna Jets haben trotz einer verletzungsbedingten Hypothek und einem extrem schwierigen Spielverlauf bis zur letzten Sekunde enorme Moral bewiesen. Die Abstimmungsprobleme der ersten Halbzeit wurden im letzten Viertel eindrücklich korrigiert, als das Passspiel regelrecht brillierte. Am Ende belohnten sich die Seeländer für ihren grossen Kampfgeist leider nicht.


Kleine Resthoffnung vor der Schlussrunde

Die direkte Playoff-Qualifikation ist verpasst, doch rechnerisch ist die Chance noch da. Für das grosse Wunder am letzten Spieltag muss alles zusammenpassen: Die wieder erstarkten Luzern Lions müssen Schützenhilfe leisten und die punktgleichen Argovia Pirates (innert Wochenfrist - erneut) schlagen. Gleichzeitig brauchen die Jets im Mettmoos eine Sensation und müssen dem bislang ungeschlagenen Leader, den Langenthal Invaders, die erste Saisonniederlage verpassen. Die Chance ist klein, aber die Jets werden im Derby noch einmal alles reinwerfen!


Wir freuen uns auf alle Fälle auf das letzte Heimspiel dieser Saison auf dem Mettmoos - Wann: Sonntag 14. Juni 2026

Ort: Mettmoos

Spiel NLB: Bienna Jets - Langenthal Invaders

Kickoff: 14:00


Let's go Jets!
 
 
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